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FORUM 1–2016

Verhütung/Notfallkontrazeption

Mit diesem FORUM wollen wir den Themenkomplex Verhütung/Notfallkontrazeption mit den Faktoren Bildung, soziale Lage und Zugangsmöglichkeiten in einen Zusammenhang stellen und diskutieren.
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Mit diesem FORUM wollen wir den Themenkomplex Verhütung/Notfallkontrazeption mit den Faktoren Bildung, soziale Lage und Zugangsmöglichkeiten in einen Zusammenhang stellen und diskutieren.

Studien aus dem vergangenen Jahr, etwa des Freiburger Hochschulinstituts SoFFI F. und von pro familia, haben den Einfluss von Armut bzw. niedriger Bildung auf das Verhütungsverhalten mehrfach belegt. Auf Fachkongressen wie der BZgA-Tagung »Familienplanung: Ja! Aber?« und dem Berliner Kongress »Armut und Gesundheit« wurden die Ergebnisse intensiv diskutiert und durch Praxiserfahrungen bestätigt.

In dieser Ausgabe zeigt Cornelia Helfferich (SoFFI F.), dass sich ein niedriges Einkommen ungünstig auf die Wahl der als sicher geltenden Verhütungsmittel Pille und Spirale auswirkt. Ein relevanter Anteil von Frauen im ALG-II-Bezug gibt in der Studie an, in der Vergangenheit aus finanziellen Gründen nicht verhütet zu haben.

Ines Thonke und Johannes Staender vom Bundesverband pro familia berichten über Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung in Schwangerschaftsberatungsstellen, bei der es insbesondere um Zugänge zu finanzierbarer Verhütung ging. In Ländern, Regionen und Kommunen bestehen ganz unterschiedliche Regelungen in Bezug auf eine Kosten übernahme für Verhütungsmittel bei niedrigem Einkommen. Vom Wohnort hängt ab, ob eine Entlastung von Kosten für die Familienplanung gewährt wird.

Ein Modellprojekt aus Mecklenburg-Vorpommern wurde auf Grundlage von Daten und Praxiserfahrungen initiiert, denen zufolge Frauen zuneh mend aus finanziellen Gründen auf sichere Verhütung verzichten. Um Schwangerschaftsabbrüche zu reduzieren, wurden in dem Land 12 Monate lang Verhütungsmittel an Frauen im SGB-II-Bezug kostenlos abgegeben. Sabina Ulbricht skizziert das Projekt.

Mit der Pille danach hat sich Claudia Schumann befasst. Sie gibt einen Rückblick auf die Geschichte dieses Notfallkontrazeptivums in Deutschland und Europa und die Debatten, die darüber geführt wurden. Schumann beschreibt, wie sich die beiden Wirkstoffe UPA und LNG unterscheiden, und unterstreicht, dass Selbstfürsorge und Wissen unerlässlich sind, damit Frauen auch in Fragen der Notfallverhütung eine passende, informierte Entscheidung treffen können.

Genau diese Frage nach gesichertem Wissen über die Pille danach bei Frauen im reproduktiven Alter (16- bis 49-Jährige) ist Gegenstand einer repräsentativen Befragung der BZgA, deren Ergebnisse Ilona Renner in diesem Heft zusammenfasst.

Helga Seyler berichtet über die Versorgung von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit.

Gunta Lazdane, Leiterin des Programms Sexuelle und reproduktive Gesundheit im WHO-Regionalbüro für Europa, schließlich beschreibt Unterschiede im Verhütungsverhalten in Ländern der Europäischen Region.

 

Inhalt

  • Bezug staatlicher Sozialleistungen und Verhütung. Ergebnisse der Studie >>frauen leben 3<< 
    Cornelia Helfferich
     
  • Regionale Kostenübernahme von Verhütungsmitteln für Menschen mit geringem Einkommen. Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung bei Schwangerschaftsberatungsstellen vor Ort
    Johannes Staender, Ines Thonke
     
  • Reduzierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Modellprojekt
    Sabina Ulbrich
  • Pille danach: Alles gut geregelt? Bestandsaufnahme nach der Rezeptfreigabe
    Claudia Schumann
  • Was wissen Frauen über die Pille danach? Ergebnisse einer Repräsentativbefragung der BZgA
    Ilona Renner
     
  • Flüchtlinge und Migrantinnen. Versorgung im Bereich der reproduktiven Gesundheit
    Helga Seyler
     
  • Differences in use of family planning in the european region
    Gunta Lazdane
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